Feindbilder
Fremdenfeindlichkeit
Fremdenfeindlichkeit entspringt dem natürlichen Misstrauen gegenüber allem, was einem fremd ist. Es verbindet sich oft mit Verlustängsten wie z.B:
- Angst vor der dem Verlust der kulturellen Identität ("Überfremdung")
- Angst vor Benachteiligung im Verteilungskampf (Arbeit, Wohnung, staatliche Zuwendungen)
Die Angst vor dem oder den Fremden ist eine natürliche Gefühlsregung. Wenn sie sich mit Verlustängsten verbindet führt sie aber leicht zu Fremdenfeindlichkeit.
Diese Ängste sind natürlich und dürfen geäußert werden. Inwiefern diese Ängste begründet sind ist Gegenstand einer fairen Debatte. Wer aber gegenüber den Fremden ein Feindbild pflegt ist an einer Debatte nicht mehr interessiert und zeigt keine Bereitschaft zur Fairness gegenüber den Fremden oder Andersdenkenden.
Rassismus
Rassismus liefert eine ideologische Rechtfertigung für Fremdenfeindlichkeit. Er ist eine fundamentalistische Weltanschauung, die sich natürliche Ängste und die Verführungen von Feindbildern zunutze macht.